tsuba - reviews

groove [08/2003]
eine split-7, deren zwei seiten nicht ungleicher sein koennten. die klangstabil-seite besticht mit "push yourself", einem melancholischen electro-stueck mit soundtrack-charakter, das durch die mehr und mehr verzerrten vocals schon in richtung noise abdreht, waere da nicht der funk des durchgehenden electrobeats. fuer die fruehen morgenstunden, als letzter track, durchaus geeignet. schmerzverstaerker sind mit vier tracks vertreten. allesamt sehr kurz, schnell und schmerzvoll. eine gitarre aus den 60ern, ein schlagzeug, ein becken, ein verstaerker und ein billiges mikro. that s all. eine mischung aus death-metal und punk rock, mit den typischen "gesangseinlagen". nicht unbedingt geeignet für die tanzflaeche, aber live auf der buehne kommen die jungs bestimmt nicht schlecht rueber.
mick wills

partysan [08/2003]
"i´m very pissed off" warnt die stimme des intros, bevor in bester trash-heavy-metal-manier die e-gitarre vergewaltigt wird. dazu ein schlagzeug auf amphetamin und shouts, die nicht gerade von introvertiertheit zeugen. "kontrollverlust" in vier akten vom projekt schmerzverstaerker, dasseinem namen alle ehre macht. auf der flip mahnen klangstabil "push yourself": uebersteuerte beats, uebersteuerte vocals und effekteinsatz stehen im kontrast zu warmen choeren. zwischen bedrohlich und alles-wird-gut wird im verlauf der hymne die distortionschraube weiter aufgedreht, so das man unweigerlich in versuchung geraet, den vermeintlichen staub unter der plattennadel zu entfernen. nicht zu vergessen das wunderbare coverdesign zwischen 70er-jahre-tapete und japanischem garten (tl)
4/5

legacy #26 [10/2003]
den anfang macht das projekt schmerzverstaerker, dessen seite dieser in weisses vinyl gepressten split-7" sinnigerweise den titel "kontrollverlust" traegt. die vier krachattacken ´maigo kono shinjo´, ´kamikaze´, ´kuru´ und ´akushitsu´ zelebrieren lupenreinen noise/grindcore in der schnittmenge von macabre, napalm death, urwuechsigen extreme noise terror oder brutal truth. hier wird geblastet, was das zeug haelt, immer voll auf die glocke und natuerlich werden keine gefangenen gemacht. genial! dabei scheinen die jungs echte koenner an ihren instrumenten zu sein, denn trotz allem noise-chaos bleibt die sache tight und praezise wie ein schweizer uhrwerk. gratulation! es folgen klangstabil mit ´push yourself´ auf seite b. wer jedoch denkt, dass die jungs in eine aehnlich heftige metal-kerbe dreschen, der hat weit gefehlt. stattdessen zaubert man einen melancholisch-noisigen elektro-song mit pumpendem beat und verzerrten vocals aus dem hut, der ebenfalls sehr zu ueberzeugen weiss. wer den "mulholland drive"-soundtrack kennt und liebt, wird auch diese spacige, die noetige haerte jedoch nicht vermissen lassende komposition lieben. die coole aufmachung der auf 275 exemplare limitierten ep rundet die ungewoehnliche musikalische zusammenfuehrung erfolgreich ab, die meiner bescheidenen meinung nach schule machen sollte. erfrischend anders, erfrischend gut! kontakt: www.megahertz.org, www.megahertz.org/schmerzverstaerker und www.klangstabil.com
(pk)

motik [12/2003]
ist das mr. pink, der dort in den ersten rillen verewigt wird? steve buscemi in 'reservoir dogs'? jedenfalls scheint das 'schmerzverstaerker'-projekt diesem filmgeschichtlichen blutrausch seine musikalische entsprechung zurechtgeschnitzt zu haben. 'kontrollverlust' ist geschrei in kombination mit einer gehoerigen portion gitarrenvergewaltigung, wahrscheinlich speed-metal oder aehnliches, fuer naehere spezifikationen fehlt mir der hintergrund. wer bis ende durchhaelt, wird aber immerhin mit einer sequenz aus dem 'wuestenplaneten' belohnt. dunkle vorahnungen und aengstlichkeit, die beim umdrehen der platte noch hervorgerufen werden, verlieren sich aber in windeseile beim erklingen der ersten takte von 'push yourself'. klangstabil in reinformat, gebrochene beats, eindringlich und dicht, eine verzerrte erzaehlerstimme, fies-grollende soundelemente, am ende rauschen und die langsame rueckfuehrung auf das schlichte grundgeruest aus elektro-beat und diesem herrlich-monotonen pling, bei dem man nicht so recht weiss, in welche welt einen das nun entfuehren soll. eine mélange aus leichtigkeit und spannung, voller pathos und gefuehl. die herren blanco und may basteln also weiter an der eigenen legende, ohne sich einen dreck um volkes meinung zu scheren. beaengstigend gut.

tongues of destruction [01/2005]
megahertz has send me an interesting piece of music to review. this white 7" contains two projects: schmerzverstaerker and klangstabil. the schmerzverstaerker - side contains four songs of a powerful trash/grind/power violence mix. all songs have japanese names and you think its only one song... don’t understand it in a wrong way. the songs are fast and heavy. you can say it’s a noise-massacre. and that is cool. it’s a rare thing to listen to such quality grindcore like this. the klangstabil - side contains only one song. starting with a hard electro-beat the track becomes a hard and dark ebm-music with distorted vocals and nice melancholic string-melodies. as you can see (better: hear) the complete reverse o the schmerzverstaerker - side. but klangstabil is good as it, too. two sides...two different music styles... my god this is sound-experience and highly recommend. btw: this 7" is limited to 275 copies.

geluidsoverlast [05/2005]
the new 7" split-single release by mhz under the project name "tsuba" brings together two bands on one disk, one on each side. the japanese word "tsuba" means the disk shaped hand protector which is placed between the blade and grip of a samurai sword. tsuba, such as the examples shown on the label of the 7", show the arms of samurai families and are often highly decorated. the idea for klangstabil and schmerzverstärker to make a split-single was very attractive for both bands, through the contrast in their music styles, the shared interest in japanese culture and a common personal philosophy. about the bands: schmerzverstärker ( 'pain-amplifier' ) consists of drummer kristof grabowski, guitarist bodo ludewig and singer maurizio blanco. schmerzverstärker take no prisoners on this single with 4 uncompromising grindcore tracks, none of which lasts longer than a minute!  under the subtitle "kontrollverlust" ( loss of control ) the 4 tracks are "maigo kono shinjo", "kamikaze", "kuru", "akushitsu". as the titles show the texts are in japanese. boris may and maurizio blanco of klangstabil deliver, in their usual style, an electronic track titled "push yourself". the text of this track represents a belief support system and serves the revitalising of ones personal power. to be effective it has to be played at full volume. limited 275 copies, white vinyl.